Lebendiges Handels- und Gesellschaftsrecht

 

Als spezialisierte Kanzlei für Handels- und Gesellschaftsrecht verstehen wir die frühzeitige Beratung mittelständischer Unternehmer hinsichtlich ihrer Nachfolge als eine Existenzfrage der deutschen Wirtschaft. Ohne langfristige Konzeption wird der Bestand des eigenen Unternehmens gefährdet, wird das Personal verunsichert und die Kreditwürdigkeit des Unternehmens bei den Banken infrage gestellt. Eine der wichtigsten Rating-Punkte nach Basel III ist die Sicherung der Unternehmensnachfolge. Die beunruhigende Insolvenzsituation in Deutschland beruht auch darauf, dass langfristige Konzeptionen fehlen.

 

Nachfolgeberatung

 

Wir entwickeln Lösungen für komplexe und anspruchsvolle rechtliche Fragestellungen der Nachfolgeberatung und sprechen Unternehmer frühzeitig, nicht erst im hohen Alter darauf an, die Unternehmensnachfolge als lebenswichtige Aufgabe zu begreifen.

 

Nachfolgeberatung heißt dabei, dass wir Unternehmern z.B. eine betriebliche Vorsorgevollmacht errichten, die den weiteren Bestand ihres Unternehmens für den Fall des längerfristigen Ausfalls durch Krankheit oder Unfall regelt. Gerade der Alleininhaber eines Gewerbebetriebes oder der alleinige Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH hinterlässt ein Vakuum, das den Bestand des Unternehmens gefährden könnte. Unsere Vollmachten beinhalten auch eine Handlungsanweisung, da andernfalls der Bevollmächtigte sich Regressansprüchen, nicht zuletzt durch den wieder genesenen Unternehmer selbst oder dessen Erben, ausgesetzt sieht.

 

Wir entwickeln mittelständischen Unternehmern ein Nachfolgekonzept, initiieren ein Unternehmertestament, überprüfen mithilfe eines Teams spezialisierter Kollegen, die wir hinzuziehen, den Ehevertrag, nehmen Einsicht ins Handelsregister, recherchieren im Grundbuch, bereiten die erforderliche Koordination mit dem Gesellschaftsvertrag vor und veranlassen mit unserem Kooperationspartner die Minimierung der Steuerbelastung, endlich übernehmen wir auch die Testamentsvollstreckung.

 

Auch die familienexterne Gestaltung der Unternehmensnachfolge bereiten wir vor durch Konzepte für Totalübertragungen auf qualifizierte Mitarbeiter. Wir gestalten Verpachtungsmodelle, schaffen Management-buy-in-Lösungen, wonach sich ein externes Management-Team in die Führung Ihres Unternehmens einkauft.

 

Schutzschirmverfahren

 

Sanierungsbedürftige Unternehmen beraten wir nach dem Vorbild des US-amerikanischen Chapter-11-Models im Schutzschirmverfahren, mit dem sich Firmen mit Liquiditätsproblemen vor dem Insolvenzverwalter schützen können und bereiten die Unternehmenssanierung in Eigenregie mit entsprechendem Schutz vor den Gläubigern vor. Ein Schwerpunkt der Sanierungsberatung ist die Prüfung von Sanierungskonzepten im Wege der Umwandlung oder Verschmelzung.

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Asset- und Share-Deals

 

Wir gestalten insbesondere Verträge bei Share-Deals mit GmbH-Anteilen, wobei besondere Bedeutung auf die Beschaffenheitserklärungen des verkauften Geschäftsanteils gelegt wird und auf ein Vertragsverzeichnis, bereiten außerdem die Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung vor.

 

Erwerb von GmbH & Co. KG-Anteilen

 

Wir verfügen in der Vertragsgestaltung über eine vertiefte Expertise beim Erwerb von GmbH & Co. KG-Anteilen, dort insbesondere in der Konkretisierung der Verkäuferzusagen und den Rechtsfolgen der Unrichtigkeit derselben. Wir prüfen die Umsetzung bestimmter Beteiligungsmodelle, so die Aufnahme von Familienmitgliedern in eine GmbH & Co. KG.

Wir beraten beim Eintritt und beim Ausscheiden eines Gesellschafters, klären Fragen der Haftung, erstellen Abfindungsregelungen und begleiten den Prozess nach einem Ausschluss aus wichtigem Grund.

 

 

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Geschäftsführer

 

In allen Fallgestaltungen, die möglicherweise als verdeckte Sacheinlage zu qualifizieren sind, helfen wir, die Werthaltigkeit der Sacheinlage durch ein den gerichtlichen Anforderungen in einem Zivilprozess entsprechendes Wertgutachten zu dokumentieren. Geschäftsführer unterstützen wir in den umfangreichen Fragen der möglichen Haftung gegenüber der Gesellschaft und Dritten auf Schadensersatz, bei Ersatzansprüchen, mit denen der Insolvenzverwalter die gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger vor der Insolvenzeröffnung sichern will.  Wir helfen dem Geschäftsführer, die Vermutung schuldhaften Verhaltens zu widerlegen, beraten bei der sicheren Prüfung der Zahlungsunfähigkeit und Unterstützung durch unseren Kooperationspartner die Erstellung eines Liquiditätsstatus und der Liquiditäts-/Finanzplanung auf der Grundlage der Empfehlungen IDW PS 800.

 

Kleinunternehmen

 

Wir unterstützen bei Gestaltungsüberlegungen bei Kleinunternehmen, Handwerksmeister und der Gründung einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).

 

Abfindungsregelungen

 

Wir beraten ausscheidende Gesellschafter bei der Durchsetzung ihres Abfindungsbetrages. Abfindungsregelungen im Gesellschaftsvertrag unterliegen der freien Kontrolle durch die Gerichte. Oft stehen Abfindungsregelungen in einem groben Missverhältnis zum Verkehrswert des Anteils. Regelungen sind im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung an die neuen Verhältnisse anzupassen. Abschläge zwischen 30 % und 50 % des Verkehrswerts sind hierbei zulässig.

 

Gesellschafterstreitigkeiten

 

Familienunternehmen beraten wir bei der Begrenzung des Kreises der nachfolgeberechtigten Personen, raten zu klaren Führungsstrukturen und helfen bei der Begrenzung von Abfindungen im Falle des Ausscheidens, versuchen, mit unseren Lösungen Gesellschafterstreitigkeiten zu entschärfen.

 

Familienstiftung

 

Erfolgreichen Unternehmern bieten wir als interessante Gestaltungsmöglichkeit die Gründung einer Familienstiftung an. Auch für mittlere Unternehmen kommt diese Rechtsform in Betracht, da nach dem Gesetz ein Rechtsanspruch auf Anerkennung besteht. Mittels einer unternehmensverbundenen Familienstiftung gelingt es, Pflichtteils- und Zugewinnausgleichsansprüche abzuwehren sowie wirtschaftliche Störfaktoren zu minimieren, insbesondere die Mitbestimmung und die Gefahr der feindlichen Unternehmensübernahme. Darüber hinaus kann auch Fremdmanagement für die Erhaltung des Familienbetriebs gewonnen werden.

 

Eine Familienstiftung kann nicht nur Nachfolgeprobleme lösen und Haftungsrisiken minimieren, sondern auch im Familienbereich allein oder zusammen mit anderen Rechtsformen maßgeschneiderte gesellschafts- und steuerrechtliche Organisationsformen anbieten. So ist eine lebenslange Geschäftsführung und Versorgung des Stifters und seiner Familie möglich, eine mittelbare Insolvenzsicherung mit der Verpflichtung zur Erhaltung des Grundstücksvermögens. Als oft übersehene Haftungsquelle kann das latente Erbrecht geschiedener Ehegatten vermieden werden, ein generationsübergreifende Ausbildung- und Unterhaltssicherung für alle Abkömmlinge geschaffen und eine Stimmrechtspoolung bei Beteiligungen erreicht werden.

 

Zertifikat

 

Rechtsanwalt Roger Gabor hat besondere Kenntnisse auf dem Gebiet des Handels- und Gesellschaftsrechts erworben und durch erfolgreiche Teilnahme an dem anwaltsspezifischen Lehrgang zum Erwerb des Titels „Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht“ unter Prüfungsbedingungen nachgewiesen. 2017 wurde Rechtsanwalt Gabor die zusätzliche Bezeichnung „Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht“ verliehen (siehe Zertifikat).